10. - 17.06.20           En

Gleissendes Glück

D 2015 | 102 Min. | DCP | DF Emder Schauspielpreis

Wo ist nur das Glück geblieben? In jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel (Martina Gedeck) die gleiche Frage. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph, scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautoren Eduard E. Gluck (Ulrich Tukur) hört, der Helene mit seiner kurzweiligen Theorie über das Glück fasziniert. Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Treffen folgt ein Abendessen und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Menschen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Trotzdem keimt Hoffnung auf, denn ganz entfernt erblicken beide unverhofft den Schimmer eines gleißenden Glücks...

„Auch wenn ‚Gleißendes Glück‘ im Grunde schwere und auch düstere Fragen über menschliche Abgründe und das Ringen um die eigene Identität und die Autonomie verhandelt, so löst dieser Film für den Zuschauer das ein, was der Titel verspricht: ‚Gleißendes Glück‘. Das liegt an vielen Faktoren – zuvorderst an den durchweg exzellenten Schauspielern.“ (Film- und Medienbewertung FBW) „‚Gleißendes Glück‘ ist ein großartiges Stelldichein der beiden Schauspiel-Asse Tukur und Gedeck, die ihr Können perfekt ausspielen.“ (welt.de)

Regie: Sven Taddicken
Buch: Sven Taddicken, Stefanie Veith, Hendrik Hölzemann nach dem Roman von A.L. Kennedy
Kamera: Daniela Knapp
Schnitt: Andreas Wodraschke
Musik: Riad Abdel-Nabi, Wouter Verhulst
Mit: Ulrich Tukur, Martina Gedeck, Johannes Krisch
Redaktion: Christian Bauer (SR), Claudia Simionescu (BR), Barbara Häbe (arte)
Produktion: Frisbeefilms
Produzenten: Alexander Bickenbach, Manuel Bickenbach
Verleih: Wild Bunch Germany

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Sven Taddicken

SVEN TADDICKEN wurde 1974 in Hamburg geboren. 1996 begann er sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg. 1999 wurde sein Hochschulfilm „Schäfchen zählen“ für den Studenten-Oscar nominiert.
2000 erhielt er das Caligari-Stipendium. Sein Spielfilm „Mein Bruder, der Vampir“ (2002) wurde mehrfach auf internationalen Festivals ausgezeichnet, ebenso wie „Emmas Glück“ (2006). „Gleißendes Glück“ lief 2016 im Wettbewerb des 51. Karlovy Vary International Film Festival und gewann dort den FIPRESCI-Award der internationalen Filmkritik.

Filmografie: (Auswahl): Gleißendes Glück (2016), 12 Meter ohne Kopf (2009), Emmas Glück (2006), Mein Bruder, der Vampir (2001)