05. - 12.06.24           En

Comedian Harmonists

D 1997 | 127 Min. | DF Emder Schauspielpreis

Berlin, 1927: Der junge Schauspieler Harry Frommermann (Ulrich Noethen) hat einen Plan: Er möchte eine A-Capella-Truppe gründen – die amerikanischen „The Revelers“ sind sein Vorbild. Per Zeitungsannonce sucht er Mitglieder, mit denen er freche und humorvolle Songs in deutscher Sprache auf die Bühne bringen will. Es dauert nicht lange, da hat Harry seine bunte Truppe zusammen: Robert Biberti (Ben Becker), der polnische Ex-Opernsänger Roman Cycowski (Heino Ferch), Lebemann Erich Abraham Collin (Heinrich Schafmeister), den bulgarischen Ex-Offizier Ari Leschnikoff (Max Tidof) und den 19-jährigen Pianisten Erwin Bootz (Kai Wiesinger). Als „Comedian Harmonists“ begeistern sie nach ersten Start-Schwierigkeiten schon bald Millionen Menschen, sie haben sogar Auftritte in den USA. Doch während die Männer ihren Erfolg in vollen Zügen genießen, kommt es in der Gruppe immer wieder zu Konfrontationen: Frommermann und Biberti verlieben sich beide in die kecke Studentin Erna (Meret Becker). Gleichzeitig wird der Druck durch die Nationalsozialisten auf die Band immer größer, denn drei Mitglieder sind Juden...

Basierend auf der wahren Geschichte der berühmten A-Capella-Band gelang Regisseur Joseph Vilsmaier mit „Comedian Harmonists“ der internationale Durchbruch: Mit über drei Millionen KinobesucherInnen war der Film nicht nur ein Publikumserfolg, sondern wurde auch mehrfach ausgezeichnet – u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis für die beste Regie und dem Gilde-Filmpreis in Gold. Meret Becker erhielt den Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin.

Regie: Joseph Vilsmaier
Buch: Jürgen Büschner, Klaus Richter, Jürgen Egger
Kamera: Joseph Vilsmaier
Schnitt: Peter R. Adam
Musik: Harald Kloser, Thomas Schobel, Walter Jurmann (Lieder)
Mit: Meret Becker, Ben Becker, Heino Ferch, Ulrich Noethen, Katja Riemann, Otto Sander
Produktion: Senator Film Produktion (Hanno Huth), Bavaria Film (Reinhard Klooss), DOR-Film (Danny Krausz), Televersal (Ute Kuntze-Just), Iduna Film (Herbert Schmidt)
Verleih: Croco Filmverleih & Vertrieb GmbH

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Joseph Vilsmaier

JOSPEH VILSMAIER (*1939 in München; † 2020) studierte nach einer technischen Ausbildung neun Jahre am Richard-Strauss-Konservatorium München Musik mit Schwerpunkt Klavier und war Mitglied einer Jazz-Band. 1961 folgte der Einstieg in die Filmbranche, wo er sich schnell einen Namen machte. 1988 gab er sein Regiedebüt mit „Herbstmilch“. Er war 2003 eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie und erhielt am 21. Juni 2009 den Ehren-Kamerapreis für sein Lebenswerk. Vilsmaier arbeitete bis kurz vor seinem Tod als Regisseur. Sein letzter Film „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ kam 2021 in die Kinos. 

Filmografie: (Auswahl): Der Boandlkramer und die ewige Liebe (2021), Nanga Parbat (2010), Der letzte Zug (2006), Comedian Harmonists (1997), Schlafes Bruder (1995)